Pflegeheime: Der Einsatz von UV-C-Licht an häufig berührten Stellen
In einem Pflegeheim werden Türklinken, Bettgitter, Rufknöpfe und gemeinsam genutzte Geräte den ganzen Tag über von Bewohnern, Personal und Besuchern berührt. Die Ermittlung dieser häufig berührten Stellen ist ein wichtiger Bestandteil des Plans zur Infektionsprävention und -kontrolle.
Beginnen Sie mit Ihrer täglichen Routine
Jedes Pflegeheim nutzt seine Räumlichkeiten auf unterschiedliche Weise. Ein praktischer Plan beginnt damit, die Oberflächen zu erfassen, die am häufigsten berührt werden: Geländer in Gemeinschaftsbereichen, Aufzugsknöpfe, Haltegriffe im Badezimmer, Nachttische und Mobilitätshilfen. Die Reinigungsaufgaben und -häufigkeit lassen sich anhand der Art der Nutzung dieser Bereiche festlegen. Während einer Epidemie müssen gemeinsam genutzte und häufig berührte Oberflächen möglicherweise häufiger gereinigt werden.
Wo kann UV-C eingesetzt werden?
Bei einer geeigneten Oberfläche oder einem geeigneten Gegenstand kann ein richtig ausgelegtes UV-C-System einen zusätzlichen Desinfektionsschritt in die bestehende Routine integrieren. Die physikalische Reinigung hat stets Vorrang: UV-C entfernt keinen Schmutz und ersetzt nicht die Reinigungs- und Desinfektionsverfahren in der Pflegeeinrichtung.
Die Details der Anwendung sind entscheidend. Entfernung, Winkel und Schatten beeinflussen, wie viel UV-C-Licht eine Oberfläche erreicht. Ein versenkter Bedienknopf oder die Unterseite eines Geländers kann im Vergleich zu einer unversperrten Oberfläche weniger Strahlung ausgesetzt sein. Daher sollten Pflegeheime nicht davon ausgehen, dass ein einzelnes Ergebnis für den gesamten Raum gilt, sondern das Gerät entsprechend den spezifischen Objekten bewerten, die sie behandeln möchten.
Stellen Sie die Sicherheit der Bewohner in den Vordergrund
Ein Pflegeheim ist zugleich das Zuhause seiner Bewohner. Jede UV-C-Behandlung muss für die Personen geeignet sein, die sich in den Zimmern aufhalten, gepflegt werden und die Gemeinschaftsräume nutzen. Eine direkte Exposition gegenüber herkömmlichen UV-C-Strahlen kann Haut und Augen schädigen; daher müssen Gerätedesign, Zugangskontrollen, Personalschulungen und Arbeitsabläufe sorgfältig geprüft werden. UV-C-Strahlen dürfen zu Desinfektionszwecken niemals auf Bewohner oder Personal gerichtet werden.
Bevor ein System eingeführt wird, können Führungskräfte folgende Fragen stellen:
Für welche Oberflächen oder Gegenstände ist es zur Desinfektion vorgesehen?
Welche Testergebnisse belegen die Eignung für diese spezielle Anwendung?
Wie werden Schatten, Expositionsdauer und Dosis berücksichtigt?
Was verhindert, dass Anwohner, Besucher und Mitarbeiter dem ausgesetzt sind?
Ist das Verfahren mit den entsprechenden Materialien kompatibel?
Wie soll das Personal die Nutzung des Geräts protokollieren und dessen Wartung durchführen?
Ein durchdachter Ansatz für den Pflegedienst
Ein wirksames UV-C-Programm beginnt mit einem klaren Ziel. Bestimmen Sie die häufig berührten Bereiche, sorgen Sie für konsequente Reinigungsmaßnahmen und wählen Sie ein System aus, dessen Leistung und Sicherheitsvorkehrungen zu Ihrer Umgebung passen. Auf diese Weise kann UV-C als zusätzliche Maßnahme im Rahmen des umfassenderen Infektionspräventionsplans der Pflegeeinrichtung betrachtet werden.
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